Grünes Band Eichsfeld-Werratal – ungebremst hoher Informationsbedarf

09.03.2012, Duderstadt. Die Planungen des Naturschutzgroßprojektes Grünes Band Eichsfeld-Werratal nehmen Fahrt auf – die Heinz Sielmann Stiftung informiert Bürgermeister in der Projektregion.

Informationen aus erster Hand erhielten insgesamt rund 60 interessierte Bürgermeister und Ortsvorsteher aus der Projektregion, die zu den verschiedenen Veranstaltungen zum Naturschutzgroßprojekt nach Diedorf, Tettenborn, Weißenborn und Groß Schneen gekommen waren. Holger Keil und Maria Schaaf von der Heinz Sielmann Stiftung (Projektträger) gaben Antworten auf Fragen wie: Was ist überhaupt ein Naturschutzgroßprojekt? Was bedeuten die Ziele und Planungen für die Menschen in der Region? Wie ist das Projektgebiet vom Naturschutzgroßprojekt zugeschnitten und warum wurde das Gebiet so ausgewählt?

„Für mich war es wichtig und interessant, dass wir nicht nur über das Projekt informieren sondern auch hören, welche Chancen die Gemeindevertreter für ihre Region in dem Projekt sehen.“, so Holger Keil, Projektleiter bei der Heinz Sielmann Stiftung.

Von den Teilnehmern gab es nützliche Tipps, aber auch Hinweise, an welcher Stelle noch Hausaufgaben zu machen sind. Das Projektteam der Heinz Sielmann Stiftung sagte schnelle und unbürokratische Unterstützung bei besorgten Bürgeranfragen zu. Projektreferentin Maria Schaaf: „Selbst wenn wir derzeit noch nicht alle Fragen im Detail beantworten können, so haben wir doch mit Unterstützung der Externen Moderatorin weit reichende Strukturen zur Einbindung und Information in der Region geschaffen. Die Transparenz ist uns sehr wichtig. Letztlich stehen mein Kollege und ich immer gerne für Rückfragen zur Verfügung.“

„Unsere künftigen Planungen sind keine Einbahnstraße. Wir greifen gerne Ideen von Landnutzern und Kommunen auf. Selbst wenn wir wahrscheinlich nicht allen Erwartungen gerecht werden können, haben wir doch den Anspruch, das Vorhaben in der Region zu verankern und viele, gute Gemeinschaftsprojekte auf den Weg zu bringen. Das geht nur über Freiwilligkeit und Akzeptanz. Und daran werden wir uns künftig messen lassen müssen“, schließt Holger Keil mit Dank an die Teilnehmer und die Gastgeber der Veranstaltungen.


Hintergrundinformation zum Naturschutzgroßprojekt Grünes Band Eichsfeld-Werratal

Frühzeitig erkannte Heinz Sielmann die Bedeutung der innerdeut¬schen Grenze für den Natur- und Artenschutz. Denn in dem einstigen innerdeutschen Grenzgebiet konnten sich in den Jahren der deutschen Teilung Lebensräume für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten entwickeln. Diese biologische Vielfalt zu bewahren, machte sich die Heinz Sielmann Stiftung zum Ziel und rief 2003 das Naturschutzgroßprojekt Grünes Band Eichsfeld-Werratal ins Leben. Zwischen Harz und Thüringer Wald sollen 130 Kilometer des Grünen Bandes sowie wertvolle, angrenzende Flächen als Biotopverbund dauerhaft gesichert und gepflegt werden. Die dafür beantragten Mittel (75 % Bundesanteil, 15 % Länderanteil) wurden am 20. August 2009 von Bundesum¬weltministerium und Bundesamt für Naturschutz bewilligt. Dieses Vorhaben ist gleichzeitig das erste Naturschutzgroßprojekt des Bundes, an dem sich drei Bundesländer – Thüringen, Niedersachsen, Hessen – gemeinsam beteiligen.

Pressekontakt für Bildmaterial und weitere Informationen:
Heinz Sielmann Stiftung
Projektbüro Grünes Band Eichsfeld-Werratal
Holger Keil/Maria Schaaf
Gut Herbigshagen
37115 Duderstadt
Tel. 05527 914-123/-124
Fax 05527 914-100
Internet: www.sielmann-stiftung.de oder www.naturschutzgrossprojekt-eichsfeld-werratal.de