Planung

Die konkrete Umsetzung der Maßnahmen wird erst in der Förderphase II des Projektes stattfinden. Grundlage hierfür stellt der bis dahin erarbeitete, abgestimmte Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) für das Gebiet dar.

Die Förderphase I startete im September 2009 und läuft bis April 2013. Während dieser 3,5 Jahre wird im Einvernehmen mit den Betroffenen ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erstellt.

Hierfür kartiert das beauftragte Planungsbüro die Tier- und Pflanzenarten im Gelände und identifiziert die ökologisch wertvollen Flächen. Auf dieser Grundlage entwickelt sie ein Planwerk in Form verschiedener Karten, die darstellen sollen, wie diese Flächen naturschutzgerecht gepflegt und entwickelt werden können. Die Einzelkarten – beispielsweise zu Jagd und Forst, Wasser oder Besucherlenkung – werden in Arbeitskreisen (AK) diskutiert und anschließend zusammengeführt.

Alle für die Planungsphase relevanten Dokumente, wie Protokolle der Sitzungen, Kartenmaterialien und vieles mehr finden Sie im Servicebereich "Berichte & Protokolle".

Im besten Fall stellt der mit der Region und den betroffenen Akteuren erarbeitete Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) „Handbuch, Fahrplan & Route“ für die Phase II des Projektes dar.

Eine Externe Moderation wird diesen Prozess als unabhängiges Gremium begleiten. Sie wird die Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) und die jeweiligen Arbeitskreise (AK) unterstützen und Vorschläge in Abstimmung mit den betroffenen Grundbesitzern, Landnutzern und weiteren wichtigen Akteuren in der Region erarbeiten. Dabei ist oberstes Prinzip des Förderprogrammes die Freiwilligkeit. Die Moderation hat die Aufgabe, die betroffenen Akteure zu identifizieren und in den Planungsprozess einzubeziehen. So kann eine hohe Akzeptanz in der Region gewährleistet werden.

Mit der einvernehmlichen Verabschiedung des Pflege- und Entwicklungsplanes zwischen Bund, beteiligten Bundesländern und Projektträger kann der Antrag auf Bewilligung der Förderphase II gestellt werden.


Unser Gästebuch – Ihr Raum für Ideen und Anregungen

Beantwortung der Fragen von KD-Dämon von Projektteam Grünes Band Eichsfeld-Werratal

Hallo KD - DÄMON,vielen Dank für Ihren Eintrag. Sie stellen einige wichtige Fragen, deren meiste Antworten Sie in den FAQ unter dem Menüpunkt Projekt finden. Wir möchten aber trotzdem noch einige Antworten anschließen:

Wird Alles als Schutzgebiet festgesetzt?
Nein! Viele Detailfragen, so auch die Frage nach tatsächlichen Nutzungsbedingungen und möglichen, neuen Schutzgebieten, können wir Ihnen derzeit nicht befriedigend beantworten. Wir müssen z. B. den Fördermittelgebern (Bund und Ländern) zum Ende der Förderphase I ein Konzept vorlegen, wie wir beabsichtigen, erreichte Projektziele später einmal dauerhaft zu sichern. Dieses Konzept werden wir transparent machen. Auch wenn die Pflege- und Entwicklungsplanung stockend vorangeht, wir werden noch im Verlauf des Jahres 2012 konkretere Auskünfte geben können.

Können Sie sich noch Ihr Brennholz aus den nahen Wäldern holen?
Sofern dieses gesetzeskonform geschieht, selbstverständlich! Die Kerngebiete werden nicht zu Wildnisgebieten, bei denen Menschen oder jegliche Nutzung ausgeschlossen werden sollen. Bei Privatwäldern ist dies auch gar nicht möglich. Es gilt das Freiwilligkeitsprinzip! Wir wollen Anreize schaffen, auch für Naturwälder, aber letztlich entscheidet immer der Eigentümer, ob er mitmacht oder nicht.

Wie sieht es aus mit dem Spazierengehen …?
Wir haben nicht vor, die geltenden Gesetze zu ändern oder zu unterlaufen. Wir können nicht grundsätzlich ausschließen, dass es besonders schonenswerte Bereiche geben könnte, bei denen es sehr wichtig wäre, wenn ein Wegegebot gilt. Dafür müssen wir dort entsprechende Anreize schaffen, z. B. durch eine erlebnisorientierte Besucherlenkung (attraktive Wege, Wegziele und Informationen).

… und dem „Würgegriff“?
Ich persönlich würde das als beispielhaftes, lokales Wald-Biotopverbundsystem bezeichnen oder vielleicht auch so interpretieren, dass Etzenborn von sehr schönen Wäldern umgeben wird. Neben den von Ihnen erwähnten Gegebenheiten, ist dies natürlich auch ein Verdienst der Eigentümer und Nutzer.

Bürokratie?
Ja, in vielen Facetten und beim Umgang mit Steuer- und Spendengeldern meistens nachvollziehbar notwendig. In jedem Fall kein Grund für einen Kniefall!

Warum gehen wir nicht massiv in ökologisch aufwertbare Flächen?
Dies hat zum einen mit den Förderrichtlinien von „chance.natur. Bundesförderung Naturschutz.“ zu tun, die besagen, dass mindestens 70 % der Kerngebiete bereits einen herausragenden ökologischen Wert besitzen müssen. Das Programm dient hier der langfristigen, eigentumsrechtlichen Sicherung dieser Werte, z. B. durch Flächenkauf oder langfristige Pacht. Zum anderen gilt das Freiwilligkeitsprinzip uneingeschränkt und stößt daher schnell mit Akzeptanz und Machbarkeit an Grenzen. Naturschutzgroßprojekte definieren sich gemäß Förderichtlinie nicht darüber, betriebliche Existenzen von Landnutzern in Gefahr zu bringen, sondern setzen auf Überzeugung und neue Ansätze in der Zusammenarbeit. Das die Förderung aber nur funktioniert, wenn ein dauerhafter, ökologischer Mehrwert erzeugt wird, muss aber ebenfalls klar sein.

Dunkle Macht?
Nein, Menschen mit anderen Auffassungen und Intentionen!

Feindbilder?
Nein, aber faktisch Flächenkonkurrenz, was ich sehr eindringlich und ausdrücklich nicht im Sinne der Worte verstanden wissen möchte, die Herr Sonnleitner (Präsident des DBV) in letzter Zeit so gerne benutzt!

Mehr Informationen?
Da geben wir uns immer Mühe. Aber nicht spekulativ, sondern mit Fakten. Entwicklungen benötigen ein wenig Geduld.

Grüne Band von Klaus Dammann

Hallo, wenn ich mir den Internetauftritt der Sielmann-Stiftung anschaue, muss ich sagen "Whoh - ganz schön bunt. Diese Seite hat was, aber leider keine Information über die tatsächlichen Nutzungsbedingungen nach Festsetzung des Schutzgebietes. Als betroffener Bürger aus Etzenborn, einem schon jetzt idyllischen Angerdorf, dass dann komplett von dem Grünen Band umringt (umzingelt, gewürgt?) wird, stellen sich einige Fragen: Soll ich dann als Einheimischer mein Brennholz mit erheblichem Mehraufwand aus weiter entfernten Wäldern holen müssen? Darf ich dann einfach so im Wald spazieren gehen, oder nur noch auf Wegen? Muss ich einen Kotau vor jedem Naturschutzbürokraten machen, der mit seinem Dienstwagen in den Wald fährt? Okay, das war jetzt überspitzt, aber die Befürchtung ist doch offensichtlich: In einem Gebiet, das aus den morphologischen und geschichtlichen Gründen eh schon einen hohen natürlichen, aus den Gegebenheiten geborenen, ökologischen Wert hat, wird die Sielmann-Stiftung und der Naturschutz tätig: Warum nicht in den übernutzten, ausgebeuteten Flächen der Agrarindustrie oder des Nadelholz-Imperium? Oder ist die dunkle Seite der Macht eben einfach zu stark für die Hoffnungsträger des Naturschutzes? Klipp und Klar - MEHR INFORMATION ÜBER DIE WIRKLICHE BEDEUTUNG DES GRÜNEN BANDES FÜR DIE EINHEIMISCHEN BÜRGER! Euer KD - DÄMON

Gestalten Sie mit! Nur wenn wir Ihre Ideen, Wünsche und Kritik kennen, können wir die nötige Akzeptanz zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen in der Region schaffen.

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