Ziele und Maßnahmen

Das Naturschutzgroßprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des einzigartigen Gefüges von Natur- und Kulturlandschaft in der Region Eichsfeld-Werratal für heutige und künftige Generationen.
Dabei orientieren sich die Ziele und Maßnahmen des Naturschutzgroßprojektes sowohl an den vorhandenen Lebensräumen als auch an den Ansprüchen ausgewählter Tier- und Pflanzenarten, den  Ziel- und Leitarten. So wird beispielsweise berücksichtigt, wie groß das Bedürfnis einer Art ist, zu wandern oder wie groß sein Revier sein muss, damit das Tier seine Jungen erfolgreich aufziehen kann. Aber auch Pflanzen haben ganz eigene Ansprüche, die es zu beachten gilt, wenn eine Art dauerhaft angesiedelt werden soll.

Naturschutzfachliche Hauptziele sind …

1.    das Grüne Band zu schützen und
2.    den überregionalen, länderübergreifenden Biotopverbund zu entwickeln.

Dafür sollen …


3.    herausragende Waldlebensräume erhalten,
4.    die großflächig vorhandene Kulturlandschaft gepflegt und
5.    naturnahe Fließgewässersysteme geschützt und entwickelt werden.


Welche Maßnahmen können in der Förderphase II umgesetzt werden, um diese Ziele zu erreichen?

1. Flächensicherung:
  • vorrangig durch Ankauf,
  • aber auch durch langfristige Pacht und/oder
  • Ausgleichszahlungen.
2. Biotoppflege und Biotopmanagement durch ersteinrichtende und lenkende Maßnahmen, wie:
  • Nutzungsextensivierung,
  • Verschließen von Entwässerungsgräben,
  • Landschaftspflege zum Beispiel mittels Beweidung mit Schafen, Ziegen oder Rindern,
  • Einführung abgestufter Nutzungen für großflächige Waldgebiete oder
  • Maßnahmen zur Schonung ökologisch sensibler Bereiche.
Die Konkretisierung dieser Ziele und Maßnahmen ist Gegenstand des Pflege- und Entwicklungsplans (PEPL), der derzeit erstellt und im Rahmen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe und thematischen bzw. regionalen Arbeitskreisen mit Grundeigentümern und Landnutzern erörtert wird.