Projekthistorie - von der Idee zum Projekt

Heinz Sielmann kommt erstmalig 1988 während der Dreharbeiten zu „Tiere im Schatten der Grenze“ ins Eichsfeld. Er ahnt damals weder, dass sich nur anderthalb Jahre später die Grenze öffnet, noch dass seine Vision am Ende des Films einmal vor der Verwirklichung steht: ein gemeinsames Naturschutzprojekt von Ost und West.

„Denkt man an die Geschichte dieser Grenze mitten durch Deutschland, dann kann man ihr wohl kaum etwas Positives abgewinnen. Vielleicht bietet sie aber uns Naturschützern noch eine Chance. Wie wir gesehen haben, gibt es im Schatten der Grenze noch intakte Lebensräume, Refugien der Natur mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt - ein verlockendes Ziel für ein gemeinsames Naturschutzprojekt von Ost und West." Heinz Sielmann, Schlusswort zu seinem Film „Tiere im Schatten der Grenze" (1988)

Heinz Sielmann Stiftung

Das Grenzgebiet heute aus dem gleichen Blickwinkel. Eine unüberwindbare Grenze hat sich zur Lebenslinie entwickelt.

Diese einzigartige Chance greift die Heinz Sielmann Stiftung 1996 ebenfalls auf. Mit der Ansiedlung ihrer Stiftungszentrale auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt - nur einen Kilometer Luftlinie vom Grünen Band entfernt - fällt auch der Startschuss für die Rettung dieses herausragenden Naturgefüges quasi vor der Haustür.